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Auf dem weitläufigen, 120.000 Quadratmeter großen Gelände stand noch vor einem Jahr ein Kohlekraftwerk. Heute ist es eine riesige
Baustelle – und die größte industrielle Neuansiedlung in Aschaffenburg seit 50 Jahren. 65 Millionen Euro wird Pollmeier, weltweit Marktführer für Laubschnittholzprodukte aus Buche, bis zur zweiten Ausbaustufe hier
investieren und mittelfristig etwa 150 Menschen Arbeit geben.
Das Unternehmen mit derzeit rund 700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 100 Mio. Euro betreibt neben dem Hauptwerk im
thüringischen Creuzburg ein weiteres Sägewerk im Malchow (Mecklenburg-Vorpommern). Parallel zu Aschaffenburg befindet sich ein viertes Sägewerk im baden-württembergischen Heimsheim in Planung. Eine Maschinenbaufirma
in Meschede, die ebenfalls zur Pollmeier-Gruppe gehört, versorgt die Sägewerke mit individuell angepassten Maschinen.
Die Entscheidung für den Standort am bayerischen Untermain hatte mehrere Gründe. „Zum einen“, so Lorenz Straub, Pollmeier Werksleiter in
Aschaffenburg, „liegt Aschaffenburg verkehrsgünstig zu den Rohholzbeschaffungsmärkten und zur Zellstoffindustrie, die Restholzprodukte weiterverarbeitet.“ Mit M-Real befindet sich einer von Deutschlands
bedeutendsten Papierfabrikanten sogar in allernächster Nähe von nur einem Kilometer Entfernung. Aber auch die optimale Verkehrs-Infrastruktur in Aschaffenburg gab den Ausschlag, und nicht zuletzt das trimodale
Terminal, das den reibungslosen Umschlag zwischen den Verkehrsträgern Wasser, Schiene und Straße gewährleistet: „Wir holen so das Holz von der Straße“, so Straub. Buche gibt es in der Region, die zu den
waldreichsten Gegenden Deutschlands zählt, mehr als genug: Schließlich liegt der Spessart vor der Haustür, und der Odenwald ist auch nicht weit.
Zwar wird auf dem Pollmeier-Areal im bayernhafen noch fleißig gebaut, doch das erste Binnenschiff hat seine Ladung Holz bereits gelöscht:
Anfang des Jahres wurde ein Frachter aus dem Hafen Kelheim mit 840 Festmetern (rund 1.100 Tonnen) Buchenholz entladen. Wenn das Säge- und Massivholzwerk einmal fertiggestellt sein wird, werden hier 500.000
Kubikmeter Rundholz pro Jahr verarbeitet, wie Lorenz Straub erklärt. 100.000 bis 200.000 Kubikmeter davon sollen auf dem Wasser- und Schienenweg transportiert werden. Für den weltweiten Versand der Holzprodukte
zeichnet das Containerterminal CCS im bayernhafen Aschaffenburg verantwortlich.
Bei dem zügigen Ausbau des neuen Sägewerkes erhält Pollmeier kompetente Unterstützung auch durch den Baumaschinen-Profi Beyer aus
Roth-Heckenhof im Westerwald. Das bundesweit tätige Unternehmen mit 25 Mitarbeitern bietet Full-Service rund um die Uhr. Neben einem umfangreichen Programm an konventionellen Mietmaschinen hat sich Beyer auf den
Verleih von Spezialmaschinen sowie auf neue und zukunftsweisende Miet-Technologien konzentriert. Der Mietpark umfasst nahezu 750 verschiedene Mietgeräte, die allesamt blau lackiert und durchweg auf dem modernsten
Stand sind.
Das gilt auch für die rund 100 Teleskopstapler Marke MANITOU, die den Beyer-Fuhrpark bereichern. Drei davon hat der Westerwälder
Spezialist an Pollmeier für die komplette Bauphase vermietet: einen MT 1440 SLT, einen MT 1740 SLT und einen MRT 2150 M mit Arbeitsbühne. Allerdings: Der größte der drei blauen Teleskopen, der MRT 2150 M, wurde
mittlerweile wieder von der Baustelle abgezogen – er half vor allem beim Aufbau der Fassaden, die die gigantischen Hallen des Sägewerkes verkleiden. Bei einer Hubhöhe von über 20 Metern und einer maximalen
Reichweite von gut 18 Metern, die dieser Kraftprotz bietet, kein Problem. Hilfreich bei den Arbeiten war nicht nur der endlos drehbare Oberwagen des MRT, sondern auch die einfach Bedienung über zwei Joysticks, die
mehrere Bewegungen gleichzeitig ermöglicht.
Die beiden anderen MANITOUS sind als Allroundmaschinen noch immer täglich im Einsatz so Tobias Müller, Leiter Instandhaltung. Sie sind
ausgerüstet mit Gabelzinken und Seilwinden und werden nahezu überall für die Bautätigkeiten gebraucht. Dank ihrer Hubhöhen von 13,60 (MT 1440 SLT) bzw. 16,65 Metern (MT 1740 SLT) kommen auch sie hoch hinaus und
ermöglichen dank hydraulischer Stabilisatoren ein stets sicheres Arbeiten. Dabei erlaubt ihre Tragkraft von bis zu 4.000 kg, selbst schwere Brocken problemlos zu handhaben.
In Sachen Service vertraut Baumaschinen-Spezialist Beyer auf den Manitou-Partner Domnick + Müller. Der Friedrichsdorfer Händler übernimmt
die Betreuung von Manitou Geräten im Manitou Servicenetz. Geschäftsführer Dieter Beyer: „Wir schätzen an unserem Händler vor allem die Kompetenz und Zuverlässigkeit in allen Servicefragen. Unsere MANITOUS sind bei
Domnick + Müller gut aufgehoben.“
Bis die – natürlich blauen – Sattelzüge von Beyer-Mietservice anrücken, um das Teleskopen-Pärchen abzuholen, wird noch einige Zeit ins
Land gehen. Die Bauarbeiter im bayernhafen Aschaffenburg jedenfalls haben sie schon heute ins Herz geschlossen. Oder wie Tobias Müller von Bauherr Pollmeier erklärt: „Die MANITOUS sind hier einfach unentbehrlich.“
Das sieht auch Vermieter Beyer so, allerdings in anderer Hinsicht: Im Mai 2007 werden die Westerwälder gewissermaßen gleich um die Ecke
– bei Frankurt am Main – eine weitere Niederlassung eröffnen. Damit will man neben dem Rhein-Main-Gebiet auch die Kunden im Süden der Republik besser versorgen. Auf dass sich die blauen MANITOUS auch hier
unentbehrlich machen …
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