Tip:
Rüttelplatten sind aufgrund ihrer recht hohen Rüttelfrequenz von 50 Hz und mehr dafür konzipiert, Untergründe zu verdichten, die aus nicht-bindigen Böden bestehen. Darunter
versteht man zum Beispiel Pflasteruntergründe, Platten, ein Schotterbett, Lava oder Steinerde, wobei hier widerum der Anteil an Steinen überwiegen muß. Auf bindigen Böden (Erde, Lehm oder Mutterboden) wird die Rüttelplatte
keinen Vortrieb erzeugen sondern sich auf der Stelle "festsaugen". Für bindige Böden setzt man bei kleinflächigen oder beengten Einsatzorten Vibrations-Stampfer (Wacker)ein. In Einsatzbereichen wo mehr Platz
vorhanden ist oder größere Mengen Material eingebaut werden müssen, geht man auf Noppenwalzen (Grabenwalzen) oder Walzenzüge über. Wichtig bei der Verdichtung ist auch, dass man das einzubauende Material lagenweise einbringt
und verdichtet. Die Höhe der einzubauenden Lagen hängt zum einen vom einzubauenden Material ab und zum anderen von dem Verdichtungsgerät. Als Faustformel kann man durchaus sagen, je schwerer das Verdichtungsgerät, desto
größer die Tiefenwirkung und somit auch das zu erzielende Verdichtungsergebnis.